Berufskraftfahrer/-innen Aus- und Weiterbildung

Die Straßenverkehrs-Genossenschaft (SVG) Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eG bietet über die obligatorische Kraftfahrerweiterbildung hinaus weitere Ausbildungsinhalte an. Mit unserer Hilfe erhalten Unternehmen der Logistikbranche leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter, steigern die unternehmerische Effizienz und verringern betrieblichen Kosten auf das Notwendigste. 

Für beihilfeberechtigte Unternehmen des Güterkraftverkehrs, die am Förderprogramm „Weiterbildung“ teilnehmen, sind unsere förderfähigen Schulungen besonders attraktiv. Die staatliche „Zuwendung von Maßnahmen der Weiterbildung in Unternehmen des Güterkraftverkehrs mit schweren Nutzfahrzeugen“ unterstützt aktuell mit bis zu 70% Ausbildungsbeihilfe. Die obligatorische Kraftfahrerweiterbildung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-GesetzADR-Kurse und die Fahrausbildung sind seit 2015 leider nicht mehr über dieses Programm förderfähig. Dies sollte Unternehmen aber nicht davon abhalten, ihre Personalentwicklung weiter zu führen. 

Inhalte und Preise entnehmen Sie bitte unserem Programm-Flyer. Für Fragen oder individuelle Angebote steht Ihnen unser Team der Aus- und Weiterbildung gerne zur Verfügung.

SVG Newsletter - Weiterbildung für Fahrer ab 3,5t
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Am 10. September 2014 läuft die fünfjährige Weiterbildungsfrist für Kraftfahrer ab.

Dann müssen alle, die Fahrzeuge über 3,5 t beruflich bewegen, die gesetzlich vorgeschriebenen 35 Stunden Weiterbildung in ihre Fahrerlaubnis eintragen lassen.

Entgegen anders lautender Meldungen gilt die Weiterbildungspflicht oft auch für Handwerksbetriebe, Baubetriebe und zahlreiche andere Branchen.

Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 20.000 Euro.
 
Alle wichtigen Informationen zur
Weiterbildungspflicht für LKW-Fahrer über
3,5 t in Handwerk, Bau und anderen
Branchen finden Sie hier:
 
Weitere Informationen
Zugelassene Schulungen
Telefon-Hotline 0800 – 664 81 80*
 
Hintergrund
 
Das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) schreibt EU-weit die Weiterbildungspflicht für Berufskraftfahrer vor, um für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen. In Deutschland ist es am 10. September 2009 in Kraft getreten, in der Personenbeförderung mit den Führerscheinklassen D bereits ein Jahr früher. Die Übergangszeit von fünf Jahren für den Nachweis der Schulungen läuft am 10.September 2014 ab.
 
Wen betrifft die BKrFQG-Weiterbildungspflicht und was besagt sie?
 
Alle selbstständigen und angestellten Fahrer, die Fahrten zu gewerblichen Zwecken (inklusive Werkverkehr) auf öffentlichen Straßen mit Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse größer als 3,5 Tonnen im Güterkraftverkehr (Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE) durchführen, müssen alle fünf Jahre insgesamt 35 Stunden Weiterbildung nachweisen. Das BKrFQG gilt in erster Linie für klassische Speditionen und Transportunternehmen des Güterkraftverkehrs sowie je nach Fahrereinsatz für Handwerker, Getränkehändler, Möbelhäuser, etc.
 
Sind Handwerker, Möbelfahrer oder Getränkefahrer von der Weiterbildungspflicht ausgenommen?
 
Nein. Es ist ein Irrglaube, dass Handwerker, Möbelfahrer oder Getränkefahrer generell vom BKrFQG ausgenommen sind. Denn auch Handwerker betreiben Güterkraftverkehr. Handwerker fallen nur unter bestimmten Voraussetzungen unter die Ausnahme gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 5 BKrFQG. Ob diese im Einzelfall zutrifft, muss jeder Fahrer individuell prüfen. Im Zweifel entscheiden die Gerichte.
 
Beispiel Handwerker:
1. Fall: Ein Tischler baut in seiner eigenen Werkstatt mehrere Fenster im Rahmen einer Altbausanierung. Diese Fenster werden von ihm selber ausgeliefert und eingebaut.
Für diese Fahrt gilt die Ausnahmeregelung.

2. Fall: Ein Tischler lässt die Fenster für die Altbausanierung von einem Subunternehmer herstellen. Er ist somit an der Herstellung der Fenster nicht unmittelbar beteiligt. Nachdem die Fenster gebaut wurden, liefert der Tischler die Fenster aus und baut sie ein.
Diese Fahrt fällt nicht unter die Ausnahmeregelung, da der Tischer die Fenster nicht selber gebaut/produziert hat.
 
Beispiel Getränkehändler:
Getränkehändler, die ihre Waren ausliefern, betreiben reinen Güterkraftverkehr in Form des Werkverkehrs.
Sie unterliegen grundsätzlich dem BKrFQG. Für sie gelten keine Ausnahmeregelungen. Analog sind beispielsweise Auslieferungsfahrten von Kurierdiensten o.ä. zu betrachten.
 
Beispiel Möbelfahrer:
1. Fall: Bei Auslieferungsfahrten von Möbeln liegt auch wenn diese am Zielort montiert und aufgebaut werden der Schwerpunkt regelmäßig in der Fahrtätigkeit. Auch sie unterliegen grundsätzlich dem BKrFQG, es gelten keine Ausnahmeregelungen.

2. Fall: In einem Schreinerbetrieb werden Möbelstücke in Einzelanfertigung von Schreinern hergestellt. Diese Möbelstücke werden nach ihrer Fertigstellung an Kunden ausgeliefert und dort aufgebaut.
Bei diesen Auslieferungsfahrten durch die Schreiner greift die Ausnahmeregelung gemäß BKrFQG da die Schreiner am Herstellungsprozess beteiligt waren.
 
Was tun, wenn Sie nicht sicher sind, ob eine Weiterbildungspflicht für Sie gilt?
 
Um gerichtliche Auseinandersetzungen und hohe Bußgelder zu vermeiden, ist die Durchführung einer vorbeugenden 35-Stunden-Weiterbildung für alle Personen ratsam, die Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse gewerblich bewegen.
 
Kann man eine Freistellung vom BKrFQG beantragen?
 
Weder SVGen und Verbände, noch Behörden, IHK oder Handwerkskammern können Bestätigungen ausstellen, dass für Fahrer oder Unternehmer die Handwerkerregelung gilt. Offizielle Stellungnahmen hierzu gibt es ebenfalls nicht. Es bleibt abzuwarten, wie die Gerichte in Zukunft entscheiden werden.
 
Wie hoch sind die Bußgelder?
 
Fahrer müssen mit bis zu 5.000 € rechnen, Unternehmen mit bis zu 20.000 €.
 
Wie und von wem kann die Weiterbildung in die Fahrerlaubnis eingetragen werden?
 
Mit den Weiterbildungsnachweisen einer anerkannten Ausbildungsstätte erhält man bei den zuständigen Führerscheinstellen den neuen EU-Kartenführerschein mit der Schlüsselzahl "95".
 
Für mehr Information sprechen Sie uns an!
 
Über die Seminardatenbank der Straßenverkehrsgenossenschaften haben Sie außerdem Onlinezugriff auf BKrFQG-anerkannte Handwerkerschulungen: www.svg.de
 
Verantwortlich für den Inhalt:
Werner Gockeln
SVG Bundes-Zentralgenossenschaft
Straßenverkehr eG
Breitenbachstraße 1
60487 Frankfurt
 
info@svg.de
 
Tel.: 069-7919-254
Fax: 069-7919-5254
HRB: GnR 691 Frankfurt / Main
UST-ID-NR.: DE 114110835
 
Geschäftsführung:
Klaus-Peter Röskes / Werner Gockeln
 
Aufsichtratvorsitzender:
Richard Altmannshofer
 
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Straßenverkehrs-Genossenschaft (SVG) Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eG
Lister Kirchweg 95, 30177 Hannover