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SVG Ladungssicherung III (K1)

Richtig sichern - verantwortlich handeln

Im Jahr 2019 gab es in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 27.103 Unfälle mit Personenschaden, an denen mindestens ein Güterkraftfahrzeug beteiligt war. Bei diesen Unfällen verunglückten 44.232 Personen, 7.835 von ihnen wurden schwer verletzt und 889 getötet. 163 Lkw waren in Verkehrsunfälle mit Personenschaden verwickelt, deren Ladung unzureichend gesichert war. Die Dunkelziffer ist hoch. Fachleute aus der Versicherungsbranche schätzen, dass rund 70 Prozent der Ladungen, die gesichert werden müssen, gar nicht, nicht gut genug oder vollkommen falsch gesichert auf unseren Straßen von A nach B fahren.

Wie sehen die Fahrer:innen das Problem? Viele Tipps und Ratschläge kommen bei den Profis nicht an oder werden ignoriert. Häufig fehlen das notwendige Wissen oder die geeigneten Hilfsmittel zur Ladungssicherung. Gründe genug für die Straßenverkehrsgenossenschaft, spezielle Seminare für professionelle Kraftfahrer:innen anzubieten, bei denen die Sicherheit beim Fahren und die Sicherung der Ladung zum Thema gemacht werden.

Das Seminar auf einen Blick

  • Kenntnisbereich 1
  • Mehr Sicherheit für Mensch und Material
  • Senkung der Unfallgefahr
  • Rechtliche Sicherheit
  • Kein Zeitverlust und keine Bußgelder bei Straßenkontrollen

Ablauf und Inhalte

Es gibt zwei Seminare: A und B. Beide Seminare dauern sieben Stunden. Während das Seminar A ausschließlich im Seminarraum stattfindet, gibt es beim Seminar B einen 90-minütigen Praxisteil am Fahrzeug.  

  • Wer ist eigentlich verantwortlich für die Sicherung der Ladung auf dem Fahrzeug?
  • Worauf erstrecken sich die Pflichten der Beteiligten?
  • Welche Rechtsfolgen sind bei unzureichender Ladungssicherung zu erwarten?
  • Wie funktioniert Ladungssicherung und wie wendet man sie an?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt. Anhand von konkreten Beispielen erarbeiten die Teilnehmer:innen das Rüstzeug für die wirksame Ladungssicherung und klären Fragen, die aus der Praxis herrühren. Eine Orientierung an den Transportaufgaben des jeweiligen Betriebes ist selbstverständlich. Die physikalischen Grundlagen werden im Seminar anschaulich erläutert und demonstriert. Hierzu werden im Seminarraum Experimente durchgeführt, die die physikalischen Grundlagen unmittelbar verständlich machen.

Sicherungsmethoden

Weiter lösen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppenarbeit Aufgaben zur Sicherung verschiedener Ladungen, die auch in der Praxis häufig anzutreffen sind, zum Beispiel Paletten, Gitterboxen, Kisten, Maschinenteile, Stahlwalzen und Coils. Dabei werden die Wirkprinzipien der Ladungssicherung und die Sicherungsmethoden ausführlich besprochen. Auch die Berechnung der notwendigen Spannkräfte für das Niederzurren wird anhand von Beispielen vorgenommen. 

Ausführlich unter die Lupe genommen werden die Hilfsmittel der Ladungssicherung:

  • Welche Sicherungsmittel sind bei den Teilnehmern im Einsatz?
  • Bei welchen Transportgütern werden die jeweiligen Hilfsmittel eingesetzt?
  • Was genau besagen die Angaben auf den Etiketten der Spanngurte?
  • Welche Kennwerte müssen eingehalten werden?  
  • Welche Auswirkungen kann falsche Lastverteilung haben?

Praxisteil

Im 90-minütigen Praxisteil des Seminars B bewerten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (mit persönlicher Schutzausrüstung) das bereitgestellte Fahrzeug in Bezug auf seine Eignung zur Ladungssicherung und sichern Ladegut durch Niederzurren, Direktzurren und Schlingenzurren.

Anhand von 25 ausgewählten Beispielen - dokumentiert durch Fotomotive aus der Praxis - diskutieren die Teilnehmer:innen bei der Lernerfolgskontrolle zum Abschluss des Seminars, welche Fehler sie erkennen, ob sie selbst diese Art der Ladungssicherung akzeptieren würden und was wohl bei einer Kontrolle bemängelt würde. Ein guter Test zum Verständnis der Seminarinhalte.

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